Unsere Igelstation

2017 war ein absolutes Igeljahr. Während die Jahr davor keine oder höchstens ein Igel Hilfe benötigten, kamen in diesem Jahr bereits im Frühsommer viele Igel, die dringend Hilfe brauchten bei uns an.

Auch das schließen eines Station im Schwarzwald (krankheitsbedingt), war mit Auslöser für die vielen Anfragen.

 

Während von Sommer bis Herbst hauptsächlich Unfallopfer zu uns kommen, die eben eine kurzzeitige Unterbringung beim Menschen benötigten (Medikamente und Pflege), und auch viele Jungigel, die vermutlich ihre Muttertiere verloren hatten, geht es im Winter erst richtig los!

Während im Sommer max. 4 bis 5 Igel  (quasi im Wechsel) Hilfe brauchten und auch alle wieder ausgewildert wurden, waren im Winter immer mehr als 10 Stacheler in unserer Obhut.

 

Durch den langen, warmen Sommer bekamen Igel dieses Jahr noch spät Nachwuchs. Dieser fand dann aber im Herbst/ Winter kein Futter mehr (auch durch das Insektensterben bedingt).

Eigentlich sollten Ende November Igel ca. 800g wiegen. Durch die späten Würfe wurden bis Mitte Dezember noch Igel mit unter 500g gefunden. Auch gegen Jahresende kamen noch diverse, schwer angeschlagene Igel unter 600g bei uns an, die gefunden wurden.

 

Während im Sommer die Fliegen und deren Fleischmaden, die verletzte oder Junge, hilflose Igel quasi bei lebendigem Leib auffrassen, waren im Winter vor allem Endoparasiten (vor allem Lungenwürmer) bei den schwachen, unterernährten Igeln ein Problem. Auch litten viele von ihnen an Lungenentzündungen.

 

Die  Igel werden bei uns artgerecht gefüttert und in Einzelboxen (absolute Einzelgänger) untergebracht. Einige konnten sich so schnell erhohlen, dass es ihnen möglich ist, bei uns kontrolliert zu überwintern.

Bei Bedarf werden unsere Schützlinge einem sachundigen Tierarzt vorgestellt (wenn sie nicht von diesem zu uns zur Pflege kommen), werden mit geeigneten Mitteln entwurmt, auch von anderen Parasiten befreit und dann, wenn es möglich ist wieder ausgewildert.

 

Stand 6. 2019:

 

Es ist ein  signifikanter Anstieg an Fundigeln zu melden. Leider versuchen auch immer mehr nicht sachkundige Personen es zuerst selbst, statt zu erkennen, dass ein schwaches Wildtier immer ein Notfall ist.

Auch werden immer mehr adulte Igel abgegeben mit schwersten Verletzungen durch Mähroboter. Oft werden sie nich gleich gefunden sondern schleppen sich noch einige Tage herum und kommen dann stark geschwächt und von Maden zerfressen hier an.

 

Im WInter 18/19 hatten wir immer um die 30 Igel hier, die es gesund zu Plfegen und zu überwintern galt.

Jetzt im Sommer kommen vor allem Tiere mit Schlimmen Abszessen oder alten Wunden, die Wundbehandlung ist jeweils meist aufwändig. Außerdem auch verweiste Jungigel, die teilweise noch mit spezieller Aufzuchtmilch gefüttert werden müssen.

 

Gernell kann man aber sagen: Die Anzahl der hilfsbedürftigen Igel nimmt im Jahr mind. um ein Drittel zu. Bedenklich und erschreckend. Wir tuen unser Bestes und sind froh tatsächlich fast alle Igel die in unsere Obhut kommen retten zu können. Auch dank der unermütlichen Hilfe unseres Tierarztes Dr. Schulze (Säckingen). Die Anzahl der Igel, zu deren Versorgung man umfangreiches, medizinisch- pflegerisches Wissen haben muss hat außerdem DEUTLICH zugenommen (Abszesse spalten, spülen, versorgen/ Generell Wundmanagement bei alten Wunden/ Infundieren bei Exikose/ Spritzen von Medikamenten etc. etc.).

 

Hier finden Sie uns

Christian und Kathrin Schindler

Schindlerhof
Schützenstr. 2
79618 Rheinfelden- Beuggen

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